Albert-Schweitzer-Freundeskreis Dresden

Albert Schweitzer. Grafik von Gerhard Augst

Grafik: Gerhard Augst

Unser Freundeskreis besteht seit 1961. Es begann mit einem Vortrag vor einer kleinen Gruppe christlich-demokratisch gesinnter Menschen über eine damals im Osten Deutschlands noch wenig bekannte Persönlichkeit: Albert Schweitzer. Der Referent und Begründer des Freundeskreises war Gottfried Schwär.

Bald sprach es sich herum, dass es in Dresden am Fetscherplatz Anhänger und Verehrer gab, die mehr über Leben, Wirken und Werk Schweitzers wissen wollten. Allmählich wuchs der Kreis der Interessenten aus allen beruflichen und sozialen Schichten, darunter auch erfreulicherweise eine Anzahl Jugendlicher, die eine greifbare Vorbildpersönlichkeit außerhalb der staatlichen Doktrin suchten.

Förderlich wirkten die Verleihung des Friedensnobelpreises von 1952 an Albert Schweitzer, bei deren Entgegennahme er eine Rede zum Thema "Das Problem des Friedens in der heutigen Welt" hielt, und seine Appelle gegen Atomrüstung der Jahre 1957 und 1958, die über Radio Oslo ausgestrahlt wurden.

In den folgenden Jahrzehnten hat Gottfried Schwär die Verbindung zu den Menschen gehalten, die Schweitzers Persönlichkeit schätzen gelernt hatten, sein Wirken in Lambarene aufmerksam verfolgten und durch vielfältige Spenden unterstützten. Seiner Initiative und Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass der sich in der Folgezeit immer weiter vergrößernde Freundeskreis Bestand hatte und auch künftig das geistige Werk Schweitzers aktiv pflegen und verbreiten wird.

Der Dresdner Freundeskreis ist nicht nur der zweite in Ostdeutschland gewesen, sondern auch einer der größten in ganz Deutschland. Im Gegensatz zu den alten Bundesländern, in denen die Freundeskreise zumeist eingetragene Vereine sind, möchten wir unser Wirken in der bewährten zwanglosen Form wie bisher, also ohne Vereinscharakter und ohne feste Mitgliedschaften, fortsetzen und als Freundeskreis im Albert-Schweitzer-Komitee weiter wirken.